Wild auf Wild - Wildfleisch Angebote

Über das “warum Jäger jagen” können nicht nur Jäger stundenlang diskutieren. Einer der wichtigsten Gründe ist jedoch die Gewinnung von hochwertigen Lebensmitteln. Und die Beurteilung der Qualität des Wildbrets (Wildfleisch) fängt schon vor der Erlegung des Wildes an. Ist das Tier gesund, zeigt es in seiner natürlichen Umgebung (Gatter sind keine “natürliche” Umgebung) normales Verhalten, ist das Tier jünger oder älter - all´ das spielt für die spätere Verarbeitung bzw. Zubereitung in der Küche eine grosse Rolle. Es geht dann weiter mit der genaueren Untersuchung des erlegten Stückes. Jäger sind ausführlich geschult darin.
Das Zerwirken (zerlegen) des Wildes in küchenfertige Portionen - auch das spielt eine wichtige Rolle bei der Zubereitung.
Natürlich kann nicht jeder Jäger oder jede Jägerein jederzeit das Gewünschte Wild anbieten, aber durch unsere modernen Kühlmöglichkeiten steht Wildbret eigentlich das ganze Jahr zur Verfügung. Am besten jedoch bestellt man sein gewünschtes Wildbret schon einige Zeit vor dem Anlass beim Jäger vor. Das klappt eigentlich immer. Übrigens stellt das fachgerechte Einfrieren von Wild absolut keine Qualitätsminderung dar.
Nachfolgend Telefonnummern von mir gut bekannten Jägern, wobei die Namen und Telefonnummern immer neben der betreffenden Wildart stehen. Falls Ihr Fragen habt, nicht zum Ziel kommt oder mal ein Rezept braucht: fragt mich.
Viel Spass mit Wildbret aus der Umgebung Pfungstadts.
Euer Peter

Übrigens wurden die Fotos dieser Seite vom Wildfotografen Adolf Schilling, Pfungstadt gemacht und freundlicher Weise zur Verfügung gestellt. Adolf gibt auch jedes Jahr einen grossformatigen Kalender heraus, den man auch gerne in der Rose bestellen kann.

Rotwild (Rot- oder Edelhirsch)

Das Rotwild ist unsere größte heimische Wildart. Es lebt im Gegensatz zum Rehwild in Rudeln (Familienverbänden). In Deutschland werden jährlich etwa 55.000 Stück Rotwild erlegt. Das Erlegungsgewicht (ausgeweidet) liegt je nach Alter, Geschlecht und Ernährungszustand zwischen 35 bis 250 Kilo. Das Wildbret (Fleisch) hat eine dunkle rotbraune Färbung und ist von kerniger Struktur. Es eignet sich zur Verarbeitung als Rücken, Medaillons, Steaks. Die Keulen und Blätter eignen sich sehr gut auch zum schmoren oder Braten.
Das meiste im Handel angebotene Rotwild stammt aber aus Farmhaltung in Australien und Neuseeland.

Dr. Stefan Fischer, Darmstadt, Tel. 0151 12410361

Damwild (Damhirsch)

Damwild zählt zu den ältesten kontinentalen Wildarten und lebte vor der Eiszeit in ganz Europa. Nach der Eiszeit überlebten Restbestände in Kleinasien und wurden von den Römern wieder in Europa angesiedelt. Im 17. Jahrhundert wurde es wieder in Deutschland ausgesetzt. Einer der größten Bestände wildlebenden Damwilds existiert im Rhein-Main-Gebiet. In Deutschland werden jährlich etwa 35.000 Stück in freier Wildbahn erlegt, wobei auch Damwild aus Gatterhaltung in den Handel kommt. Deren Fleisch ist zwar etwas saftiger und vor allem fetter und nicht so würzig wie das Wildbret aus freier Wildbahn.
Das Wildbret ist rotbraun und von feinerer Struktur als das Wildbret vom Rotwild. In der Küche wird es zu Damwild-Rücken, Medaillons und auch Steaks gebraten. Keulen und Blätter werden gebraten oder geschmort.

Stefan Bechtel, Darmstadt, 0163 4789523

Rehwild

Unsere häufigste und in ganz Deutschland flächendeckend vorkommende Schalenwildart. Das Erlegungsgewicht beträgt je nach Alter und Ernährungszustand 6 bis 25 Kilo (ausgeweidet). In Deutschland werden jährlich etwa eine Million Stück Rehwild erlegt. Ca 30 bis zu 50 Prozent davon sind allerdings Opfer des Strassenverkehrs oder von wildernden Hunden gerissen.
Verunfalltes Wild darf jedoch nicht in den Handel gebracht werden.
Das Wildbret ist von heller, rotbrauner Farbe und kurzfaserig. Der edelste Teil vom Rehwild ist, wie bei anderen Haarwildarten auch, der Rücken. Es folgen die Keulen, die Blätter (Schultern). Zubereitung: Rücken, Medaillons, Steaks. Gebraten oder geschmort, Hals, Bauchlappen werden auch als Ragout zubereitet.

Günter Boggia, Pfungstadt, Tel. 06157 - 3429
Hans Peter Kelnhofer, Pfungstadt, Tel. 06157 - 6088
H. G. Crößmann, Pfungstadt, Tel. 06157 - 990920
Fridolin Röder, Pfungstadt, Tel. 06157 - 8081830
Rolf Burkhart, Groß Rohrheim, Tel. 06245 - 5005
Peter Melchior, Pfungstadt, Tel. 0170 3576841

Schwarzwild (Wildschwein)

Unser Schwarzwild ist Millionen Jahre alt und Ursprung unseres Hausschweines. Die Anpassungsfähigkeit an seinen Lebensraum, die milden Winter und der Umstand das es Allesfresser ist, seine enorme Lernfähigkeit haben die Schwarzwildbestände in den letzten Jahren regelrecht explodieren lassen. Allein in Hessen werden jährlich mehr als 50.000 Stück Schwarzwild erlegt. Das Gewicht beträgt aufgebrochen zwischen 8 (Frischlinge) und 250 Kilo. Sein Fleisch ist dunkelrot, hocharomatisch und saftig. Verwendet wird es in der Küche als Koteletts, Schnitzel, Steaks. Gebraten oder geschmort. Schwarzwildragout ist eine Spezialität der Rose. Auch zum Grillen kann das Wildbret von Schwarzwild gut verwendet werden. Oft wird im Handel als Schwarzwild deklariertes Fleisch von verwilderten Hausschweinen aus Australien angeboten.

Günter Boggia, Pfungstadt, Tel. 06157 - 3429
Hans Peter Kelnhofer, Pfungstadt, Tel. 06157 - 6088
Fridolin Röder, Pfungstadt, Tel. 06157 - 8081830
Peter Melchior, Pfungstadt, Tel. 0170 3576841
Rolf Burkhard, Groß Rohrheim, Tel. 06245 - 5005

Muffelwild

Unser Muffelwild zählt zu den Wildschafen und wurde in Deutschland eingebürgert. Sein Lebensraum sind vor allem Mittelgebirge und in der Nähe gibt es Bestände im Taunus, im Spessart und in Rheinland-Pfalz. In Deutschland werden jährlich ca. 6000 Stück Muffelwild erlegt. Gourmets loben sein Wildbret, das wegen seiner Kurzfaserigkeit (Reh) und seiner Saftigkeit (Wildschwein) mit als Europas bestes Wildbret gilt.
Und: es schmeckt (ausser das Wildbret von brunftigen Stücken) nicht nach Schaf. Das Gewicht: zwischen 15 bis 35 Kilo).

Gamswild (Gemse)

Das Gamswild gehört zu den Wildziegen und kommt in Deutschland hauptsächlich in den Alpen, aber auch im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alp vor. In Deutschland werden jährlich ca. 5000 Stück Gamswild erlegt. Aufgebrochene Gemsen wiegen zwischen 15 und 35 Kilo.
Gemsen haben dunkelrotes bis schwarzbraunes, leicht talgiges Wildbret von würzigem Aroma.
In Pungscht gibt es kein Gamswild, aber einige Pungschder Jäger jagen ab und zu in den Alpen, so dass Ihr das Wildbret ab und zu auch hier bekommen könnt.
Vorbestellung wäre ratsam.